Sticknadel
Die Sticknadel ist eines der wichtigsten Werkzeuge beim Handsticken. Für Kreuzstich werden meist Nadeln mit stumpfer Spitze und ausreichend großem Öhr verwendet, damit sie gut durch die vorhandenen Zwischenräume des Stickstoffes gleiten.
Welche Nadel brauche ich zum Sticken?
Die richtige Sticknadel erleichtert das Sticken und hilft dabei, Stoff und Garn möglichst schonend zu verarbeiten. Welche Nadel geeignet ist, hängt vor allem von der Sticktechnik, dem verwendeten Stoff und der Stärke des Stickgarns ab.
Für gezählten Kreuzstich auf Leinen oder Aida werden üblicherweise Sticknadeln mit stumpfer Spitze verwendet. Sie gleiten durch die vorhandenen Zwischenräume des Gewebes, anstatt einzelne Gewebefäden zu durchstechen.
Warum eine stumpfe Spitze?
Beim Kreuzstich soll die Nadel möglichst immer an den vorgesehenen Stellen zwischen den Gewebefäden hindurchgeführt werden. Eine stumpfe Spitze sucht sich diesen Weg leichter als eine spitze Nadel.
Das ist besonders beim Sticken auf Leinen hilfreich: Die Gewebefäden werden weniger leicht versehentlich durchstochen oder geteilt.
Das Nadelöhr
Das Öhr ist die Öffnung am Ende der Nadel, durch die das Stickgarn geführt wird. Bei Sticknadeln ist es größer als bei vielen klassischen Nähnadeln, damit auch mehrere Fäden Sticktwist bequem eingefädelt werden können.
Das Öhr sollte groß genug für die verwendete Garnmenge sein, aber nicht unnötig groß. Eine passende Kombination aus Nadel und Garn schont den Faden beim wiederholten Durchziehen durch den Stoff.
Welche Nadelstärke ist die richtige?
Sticknadeln sind in verschiedenen Größen erhältlich. Dabei gilt bei vielen gebräuchlichen Sticknadeln: Je höher die Nummer, desto feiner die Nadel.
Welche Größe angenehm ist, hängt unter anderem von der Feinheit des Stickstoffes und der Anzahl der verwendeten Garnfäden ab.
| Nadel | Typische Verwendung |
|---|---|
| Nr. 22 | gröbere Stickstoffe und kräftigere Garnmengen |
| Nr. 24 | mittlere Stofffeinheiten |
| Nr. 26 | feinere Stickstoffe |
| Nr. 28 | sehr feine Stickarbeiten |
Die Tabelle dient als Orientierung. Persönliche Vorlieben und die verwendete Garnmenge spielen ebenfalls eine Rolle.
Sticknadel oder Nähnadel?
Eine klassische Nähnadel besitzt meist eine spitze Spitze. Sie soll beim Nähen gezielt durch das Material stechen. Beim gezählten Kreuzstich ist genau das normalerweise nicht notwendig.
| Sticknadel für Kreuzstich | Klassische Nähnadel |
|---|---|
| meist stumpfe Spitze | meist spitze Spitze |
| größeres Öhr | häufig kleineres Öhr |
| gleitet zwischen Gewebefäden | durchsticht das Material |
Wann wird eine spitze Sticknadel benötigt?
Nicht jede Sticktechnik wird mit einer stumpfen Nadel gearbeitet. Sobald gezielt durch einen Gewebefaden oder an einer Stelle ohne vorhandene Öffnung gestochen werden muss, kann eine spitze Nadel sinnvoll oder notwendig sein.
Die passende Nadel richtet sich deshalb immer nach der jeweiligen Sticktechnik. Für den klassischen gezählten Kreuzstich ist eine stumpfe Sticknadel jedoch die übliche Wahl.
Wann sollte eine Sticknadel ausgetauscht werden?
Auch Sticknadeln halten nicht unbegrenzt. Mit der Zeit kann sich die Oberfläche verändern, die Beschichtung abnutzen oder die Nadel leicht verbiegen.
Fühlt sie sich beim Sticken plötzlich rau an, lässt sie sich schlechter durch den Stoff führen oder weist sichtbare Beschädigungen auf, solltest du sie austauschen.
Gut zu wissen
Die richtige Sticknadel ist ein kleines Detail mit großer Wirkung. Eine zum Stoff und Garn passende Nadel lässt sich leichter führen, beansprucht das Stickgarn weniger und macht das Sticken insgesamt angenehmer.