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Einfach erklärt

Fadendichte

Die Fadendichte gibt an, wie viele Gewebefäden sich auf einer bestimmten Strecke befinden. Sie beeinflusst, wie fein ein Stickstoff ist und wie groß ein darauf gesticktes Motiv später wird.

Stoffe

Was bedeutet Fadendichte beim Sticken?

Die Fadendichte beschreibt, wie fein oder grob ein Stickstoff gewebt ist. Sie gibt an, wie viele Gewebefäden sich auf einer bestimmten Strecke befinden.

Für Kreuzstich ist die Fadendichte besonders wichtig, denn sie beeinflusst sowohl das Erscheinungsbild der Stiche als auch die fertige Größe des Stickmotivs.

Was bedeutet zum Beispiel 12-fädiges Leinen?

Bei einem 12-fädigen Leinen befinden sich ungefähr 12 Gewebefäden auf einem Zentimeter.

Wird beim Kreuzstich – wie bei Leinen üblich – über zwei Gewebefäden gestickt, entstehen daraus ungefähr 6 Kreuze pro Zentimeter.

12 Gewebefäden ÷ 2 = ca. 6 Kreuze pro cm

Welche Auswirkung hat die Fadendichte?

Je höher die Fadendichte eines Stoffes ist, desto kleiner sind die einzelnen Abstände zwischen den Gewebefäden. Dadurch werden auch die gestickten Kreuze kleiner.

Fadendichte Beim Sticken über 2 Fäden Wirkung
11-fädig ca. 5,5 Kreuze/cm gröber, Motiv wird größer
12-fädig ca. 6 Kreuze/cm mittlere Feinheit
14-fädig ca. 7 Kreuze/cm feiner, Motiv wird kleiner
16-fädig ca. 8 Kreuze/cm sehr fein
MWi Tipp: Wenn du eine Stickvorlage auf einem anderen Stoff sticken möchtest als ursprünglich vorgesehen, prüfe vorher die Fadendichte. Die Anzahl der Kreuze deiner Vorlage bleibt gleich – die fertige Größe des Motivs kann sich jedoch deutlich verändern.

Fadendichte und Größe des Stickmotivs

Eine Stickvorlage mit 60 Kreuzen Breite wird auf 12-fädigem Leinen beim Sticken über zwei Gewebefäden ungefähr 10 cm breit. Auf 16-fädigem Leinen sind dieselben 60 Kreuze dagegen nur etwa 7,5 cm breit.

12-fädiges Leinen: 60 ÷ 6 = ca. 10 cm
16-fädiges Leinen: 60 ÷ 8 = ca. 7,5 cm

Die Stickvorlage selbst muss dafür nicht verändert werden. Lediglich die Größe der fertigen Stickerei ändert sich durch den verwendeten Stoff.

Fadendichte selbst bestimmen

Ist die Fadendichte eines Stoffes nicht bekannt, kannst du sie mit einem Lineal oder Maßband bestimmen. Zähle dafür die einzelnen Gewebefäden auf einer Strecke von einem Zentimeter.

Bei sehr feinem Leinen kann es einfacher sein, über mehrere Zentimeter zu zählen und das Ergebnis anschließend durch die gemessene Strecke zu teilen.

MWi Tipp: Zähle an mehreren Stellen des Stoffes nach. Bei Naturmaterialien wie Leinen können kleine Unregelmäßigkeiten im Gewebe auftreten – genau diese gehören auch zum natürlichen Charakter des Materials.

Gut zu wissen

Neben der Fadendichte spielt auch die Art des Stoffes eine Rolle. Gleichmäßig gewebte Stickstoffe erleichtern das Zählen der Fäden, während natürliches Leinen kleine Unterschiede in der Gewebestruktur aufweisen kann.

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