Mit Liebe handgefertigt
Versandkostenfrei ab 49 € (DE)
Persönlicher Service
Einfach erklärt

Fadenlauf

Der Fadenlauf bezeichnet die Richtung der Fäden innerhalb eines gewebten Stoffes. Er verläuft parallel zur Webkante und spielt besonders beim Zuschneiden und bei der späteren Verarbeitung einer Stickerei eine wichtige Rolle.

Begriffe

Was bedeutet Fadenlauf?

Der Fadenlauf beschreibt die Richtung der Kettfäden innerhalb eines gewebten Stoffes. Diese Fäden verlaufen in Längsrichtung des Gewebes und parallel zur Webkante.

Beim reinen Kreuzstich fällt der Fadenlauf zunächst vielleicht kaum auf. Wichtig wird er jedoch spätestens dann, wenn Stickstoff zugeschnitten oder die fertige Stickerei zu einem Kissen, einer Tasche oder einem anderen Nähprojekt weiterverarbeitet werden soll.

Wie erkenne ich den Fadenlauf?

Ist die ursprüngliche Webkante des Stoffes noch vorhanden, lässt sich der Fadenlauf besonders einfach erkennen: Er verläuft parallel zu dieser Kante.

Bei einem bereits zugeschnittenen Stück ohne Webkante kannst du dich an der Struktur des Gewebes orientieren. Die längs verlaufenden Kettfäden und die quer dazu verlaufenden Schussfäden bilden gemeinsam das Gewebe.

Begriff Richtung
Kettfaden verläuft längs und parallel zur Webkante
Schussfaden verläuft quer zum Fadenlauf
Fadenlauf orientiert sich an der Richtung der Kettfäden
MWi Tipp: Wenn du ein größeres Stück Leinen zuschneidest, schau dir vor dem Schnitt die Webkante an. Sie gibt dir eine einfache Orientierung für den Fadenlauf.

Warum ist der Fadenlauf beim Zuschneiden wichtig?

Ein gewebter Stoff verhält sich nicht in jeder Richtung vollkommen gleich. Deshalb wird beim Zuschneiden für viele Näh- und Handarbeitsprojekte auf den Fadenlauf geachtet.

Gerade wenn eine fertige Stickerei anschließend vernäht werden soll, erleichtert ein gerade zugeschnittenes Stoffstück die weitere Verarbeitung.

Fadenlauf und Kreuzstich

Beim gezählten Kreuzstich orientierst du dich in erster Linie am Raster beziehungsweise an den einzelnen Gewebefäden. Die Kreuze werden entlang dieser Struktur gezählt und gearbeitet.

Ein sauber entlang des Gewebes zugeschnittener Stoff erleichtert dabei die Orientierung. Besonders bei Leinen ist gut zu erkennen, wenn eine Schnittkante schräg durch das Gewebe verläuft.

Fadenlauf und Gewebefaden – was ist der Unterschied?

Die beiden Begriffe hängen zusammen, bedeuten aber nicht dasselbe.

Gewebefaden:
Einer der einzelnen Fäden, aus denen der Stoff gewebt ist.

Fadenlauf:
Die Längsrichtung des Gewebes, die durch die Kettfäden bestimmt wird.

Beim Zählen der Kreuzstiche beschäftigst du dich also mit den einzelnen Gewebefäden. Beim Zuschneiden und Ausrichten des Stoffes kann dagegen der Fadenlauf wichtig werden.

Was ist die Webkante?

Die Webkante ist der seitliche Abschluss eines gewebten Stoffes, der bereits beim Weben entsteht. Anders als eine abgeschnittene Stoffkante franst sie normalerweise nicht auf die gleiche Weise aus.

Da die Kettfäden parallel zu dieser Kante verlaufen, ist die Webkante eine praktische Orientierungshilfe zum Erkennen des Fadenlaufs.

MWi Tipp: Ist an deinem Stoffstück noch eine Webkante vorhanden, kannst du sie dir vor dem Zuschneiden als Orientierung merken. Nach dem Entfernen ist die ursprüngliche Richtung nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen.

Muss ich beim Sticken immer auf den Fadenlauf achten?

Für einen einfachen gezählten Kreuzstich ist der Fadenlauf meist weniger entscheidend als ein korrektes und gleichmäßiges Zählen des Gewebes.

Soll die Stickerei anschließend jedoch zugeschnitten oder vernäht werden, ist es sinnvoll, den Fadenlauf bereits bei der Planung zu berücksichtigen.

Gut zu wissen

Der Fadenlauf ist vor allem ein Begriff aus der Stoffverarbeitung. Beim Sticken begegnet er dir deshalb häufig dann, wenn aus einer fertigen Stickerei anschließend ein Gebrauchs- oder Dekorationsstück entstehen soll.

Weiterlesen

Weitere Begriffe im Sticklexikon