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Warum wir so gerne auf Leinen sticken

Natürlich, vielseitig und mit einer ganz besonderen Struktur: Leinen gehört für uns einfach zum Sticken dazu. Wir erzählen, was wir an diesem traditionellen Stoff mögen und warum daraus so schöne Stickarbeiten entstehen.

Von MWi Stickgalerie 4 Min. Lesezeit
Warum wir so gerne auf Leinen sticken

Es gibt Materialien, die gehören für uns einfach zum Sticken dazu. Leinen ist eines davon. Seine natürliche Struktur, die angenehme Haptik und die vielen unterschiedlichen Feinheiten machen den Stoff zu einem wunderbaren Untergrund für Kreuzstich und andere Stickarbeiten.

Dabei muss Leinen gar nicht vollkommen gleichmäßig aussehen. Gerade die kleinen natürlichen Unterschiede geben dem Stoff seinen besonderen Charakter – und passen wunderbar zu einer Arbeit, die Stich für Stich von Hand entsteht.

Ein Stoff mit Charakter

Wer Leinen zum ersten Mal in der Hand hält, merkt schnell den Unterschied zu einem vollkommen gleichmäßigen industriellen Stoff. Man sieht die einzelnen Gewebefäden, spürt die Struktur und erkennt, dass das Material eine eigene Oberfläche mitbringt.

Genau das mögen wir daran. Die Stickerei liegt nicht einfach auf einem neutralen Untergrund. Stoff und Garn wirken miteinander und werden gemeinsam Teil des fertigen Stücks.

Für uns darf man Handarbeit auch sehen.
Die natürliche Struktur von Leinen und die kleinen Kreuzstiche ergänzen sich gerade deshalb so schön.

Von fein bis etwas gröber

Leinen gibt es in unterschiedlichen Fadendichten. Dadurch kann dasselbe Stickmotiv je nach verwendetem Stoff ganz unterschiedlich wirken.

Auf einem feineren Leinen werden die einzelnen Kreuzstiche kleiner und das fertige Motiv entsprechend feiner. Auf einem gröberen Leinen werden die Kreuze größer und die Struktur des Stoffes tritt stärker hervor.

Das eröffnet viele Möglichkeiten: Ein Motiv kann beispielsweise klein und zurückhaltend wirken oder bewusst etwas größer und markanter gearbeitet werden.

Das natürliche Raster des Leinens

Beim gezählten Kreuzstich orientieren wir uns direkt an den einzelnen Gewebefäden. Häufig wird dabei über zwei Gewebefäden in der Breite und zwei in der Höhe gestickt.

Anfangs braucht es vielleicht einen Moment, bis das Auge dieses Raster automatisch erkennt. Hat man sich daran gewöhnt, wird das Zählen schnell zu einem ganz natürlichen Teil des Stickens.

MWi Tipp: Wenn du zum ersten Mal auf Leinen stickst, nimm dir für die ersten Kreuze etwas Zeit. Schau bewusst auf die waagerechten und senkrechten Gewebefäden. Schon nach kurzer Zeit fällt das Zählen meist deutlich leichter.

Leinen und Stickgarn – eine schöne Kombination

Besonders gerne mögen wir das Zusammenspiel von natürlichem Leinen und farbigem Stickgarn. Kräftige Farben bekommen auf dem ruhigen Untergrund viel Wirkung, während zarte Farbtöne sehr harmonisch und zurückhaltend erscheinen können.

Auch die Farbe des Leinens selbst gehört deshalb zur Gestaltung. Naturtöne wirken anders als helles oder gebleichtes Leinen und können einem Motiv eine ganz eigene Stimmung geben.

Aus einer Stickerei wird ein Lieblingsstück

Ein weiterer Grund, warum wir Leinen so gerne verwenden, ist seine Vielseitigkeit. Die fertige Stickerei muss nicht unbedingt im Stickrahmen bleiben.

Aus besticktem Leinen können ganz unterschiedliche Dinge entstehen: kleine Bilder, Anhänger, Kissen, Täschchen oder andere dekorative und praktische Lieblingsstücke.

Dadurch wird aus der Stickerei nicht nur ein Motiv, sondern manchmal ein Gegenstand, der lange benutzt, verschenkt oder einfach gerne angesehen wird.

Genau das lieben wir an Handarbeit:
Aus Stoff, Garn und einer Idee entsteht etwas, das vorher noch nicht da war – und jedes fertige Stück trägt ein kleines bisschen die Handschrift des Menschen, der es gestickt hat.

Muss es immer Leinen sein?

Natürlich nicht. Auch andere Stickstoffe haben ihre Vorteile und gerade für den Einstieg kann beispielsweise ein deutlich sichtbares Raster sehr angenehm sein.

Welcher Stoff der richtige ist, hängt vom Motiv, vom gewünschten Ergebnis und nicht zuletzt vom persönlichen Geschmack ab.

Für uns bleibt Leinen trotzdem etwas Besonderes. Vielleicht gerade weil der Stoff nicht vollkommen glatt und beliebig ist, sondern seinen eigenen Charakter mitbringt.

Ein Material, das einfach zu uns passt

Natürliche Materialien, traditionelle Handarbeit und Dinge, die mit Zeit und Sorgfalt entstehen – all das gehört für uns zur MWi Stickgalerie.

Und deshalb wird Leinen bei uns vermutlich noch bei sehr vielen Stickprojekten unter der Nadel liegen.

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